Danke für 57 Jahre Friedenslicht

Quelle: VCPsh/ Nele Witt

„Moin liebe LV, liebe Gäste und vor allem: Moin zenki, moin saavik!

Es gibt Menschen, die engagieren sich für ein Projekt. Und es gibt Menschen, die sind das Projekt. Wenn wir im VCP Schleswig-Holstein oder auf rdp-Ebene über das Friedenslicht sprechen, dann sprechen wir eigentlich über euch. 30 Jahre bei dir, zenki, und 25 Jahre bei dir, saavik – das ist kein Ehrenamt mehr, das ist ein Lebenswerk. Ihr habt das Licht nicht nur verwaltet, ihr habt es durch Jahrzehnte getragen, behütet und an uns weitergegeben.

In dieser Zeit habt ihr unzähligen Pfadfinder*innen gezeigt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen – auch wenn es mal stürmisch wird. Ihr wart der Fels in der Brandung, wenn die Logistik kompliziert wurde oder die Kerzen im Wind flackerten. Dass Lilli und ich heute hier stehen dürfen, erfüllt uns mit großem Stolz, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt vor euren Fußstapfen.

Wir haben in der kurzen Zeit, seit wir übernommen haben, schon gemerkt: Friedenslicht ist nichts für schwache Nerven. Ihr habt uns quasi in eine Schule der Improvisation geschickt!


Erinnert ihr euch an 2023? Als der Plan mit Wien baden ging und wir statt im Speisewagen in Österreich plötzlich bei der Bahnhofsmission in München saßen, um das Licht von den französischen Pfadfindern zu übernehmen? Nur um dann im Morgengrauen wieder Richtung Kiel zu rasen, damit der Aussendegottesdienst nicht ohne Licht stattfindet?


Oder letztes Jahr, 2025… sagen wir mal so: Wir haben gelernt, dass man für den Frieden manchmal sehr… diskret reisen muss. Wir hatten zwar vorschriftsmäßig den Feuerlöscher dabei, den man für die österreichischen Züge braucht – aber manche Schaffner muss man ja nicht mit unnötigen Details über brennende Kerzen im Abteil belasten. Wir nennen es ‚kreative Transportlogistik‘.


Aber egal wie chaotisch die Fahrten waren – das Ziel war immer das Gleiche. Und dieses Ziel habt ihr uns vorgelebt: Frieden in die Welt zu tragen. Ein kleines Licht, welches am Anfang noch klein und schwach ist, aber durch die Weitergabe dieser kleinen Flamme immer größer wird, bis schlussendlich ein ganzes Lichtermeer entsteht aus unzählig vielen kleinen Kerzen. […]


zenki, saavik – danke für eure Geduld, eure Erfahrung und euer Vertrauen in uns. Wir übernehmen die Flamme und versprechen euch: Wir passen gut auf sie auf.
Genießt die Zeit ohne Fahrplan-Stress und ohne Kerzenwache im Nachtzug. Ihr habt es euch mehr als verdient.
Allzeit Gut Pfad!“

~Nele auf der LV‘26

für den AK Friedenslicht