Verschwenden beenden! Warum eigentlich?

In Deutschland werden durchschnittlich pro Jahr 75kg pro Kopf an Lebensmitteln (Stand 2022) weggeworfen. Das hört sich erstmal gar nicht so viel an, aber hochgerechnet auf die Bevölkerung von Deutschland sind es 6,3 Millionen Tonnen im Jahr.

Häufig landen Lebensmittel im Müll, weil sie nicht mehr so gut aussehen, eine Stelle haben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Viele von diesen Lebensmitteln sind aber noch gut zum Verzehr geeignet. Genau auf solche diese Verschwendung von Lebensmitteln macht das Projekt Verschwenden Beenden mit der Oase zur weiteren Verwendung aufmerksam.

Wir, der VCP SH, führen das Projekt bereits seit mehreren Jahren auf verschiedenen Veranstaltungen durch. Dafür haben wir eine interaktive Ausstellung und retten Lebensmittel, welchen wir dann vor Ort zu verschiedenen Speisen verarbeiten.

Die Ausstellung lädt Groß und Klein ein sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung zu beschäftigen. Zum Beispiel können verschiedene Lebensmittel auf einer Jahresskala eingeordnet werden. Die Einordnung erfolgt nach Gefühl der Besuchenden wie lange dieses spezifische Lebensmittel laut Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar ist. Im Anschluss ist eine Einschätzung, wie lange Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verzehrfertig sind, in der Ausstellung möglich.

Auf dem Kirchentag in Nürnberg waren wir mit über 40 motivierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Wir waren in diesem Jahr im Zentrum Schöpfung auf dem Sebalder Platz neben der Sebalduskirche und bauten hier unsere Zelte für Ausstellung, Küche und Café auf. Schon im Vorfeld haben wir mit diversen Supermärkten, Großmärkten und Marktständen aus Nürnberg Kontakt aufgenommen und gefragt, ob wir dort Lebensmittel retten können. So konnten wir mehrere hundert Kilogramm Lebensmittel, überwiegend Obst, Gemüse und Brot/Brötchen, retten. Diese haben wir dann vor Ort zu verschiedenen Speisen verarbeitet und gegen Spende an die Besuchenden des Kirchentages ausgegeben.

In diesem Jahr haben wir uns das erste mal auch am Abend der Begegnung beteiligt und konnten hier viele Besuchenden mit leckeren Speisen versorgen. Außerdem haben wir gemeinsam mit der Sebalduskirche am Freitagabend ein Feierabendmahl ausgerichtet. So konnten alle interessierten Besucher*innen eines Abendmahlsgottesdienstes danach gemeinsam bei uns essen. Hier haben wir Obstsalat, Arme Ritter und Sandwiches angeboten.

Neben all der Arbeit hatten wir natürlich auch Freizeit und konnten Veranstaltungen des Kirchentages besuchen, Nürnberg erkunden oder bis tief in die Nacht gemeinsam singen.

Wir sind mit einer Gruppe von über 40 Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Nürnberg gefahren, um beim Kirchentag teilzunehmen und mitzuwirken. In Nürnberg haben wir  sämtliche Jurten auf Kopfsteinpflaster aufgebaut, mit teils spannenden Eigenkonstruktionen, da Heringe uns in diesem Fall nicht halfen.Unser kleines Jurtendorf ist auf dem Sebalder Platz neben der Sebalduskirche. In unseren Jurten haben wir eine Ausstellung und ein Café aufgebaut. In unserem Cafe geben wir Gerichte oder Desserts, wie Obstsalat gegen eine Spende heraus. Diese Gerichte bestehen aus guten, geretteten Lebensmitteln, welche die Supermärkte nicht mehr verkaufen oder verwerten konnten. Außerdem haben wir eine Ausstellung zum Thema Lebensmitteverschwendung. Die Ausstellung ist dabei interaktiv gestaltet und soll zu offenen Diskussionen anregen. Falls wir nicht in der Ausstellung, hinter dem Thresen oder in der Küche stehen, werden wir uns auch verschiedene Gottesdienste, Konzerte oder Workshops angucken. Bei wunderschönem Wetter und mit einer mega Stimmung freuen wir uns auf den Kirchentag.

Bericht der Sippe "Eloquente Seegurken"

Wir wurden heute wieder mit schöner Musik geweckt („Guten Morgen“ – Ton, Steine, Scherben) und dann gab es tolles Frühstück.

Nach dem Frühstück beschäftigte sich der nächste Programmpunkt mit Nähe und Distanz auf Lagern.
Dabei haben wir Regeln für Lager aufgeschrieben, an die wir uns halten wollen, damit wir uns alle wohl fühlen.

Am 01. April (nein, kein Aprilscherz) konnten wir unseren Bauwagen auf unserem Lagerplatz einweihen.

Vor fünf Jahren, im Sommer 2018, ist auf der Burg Rieneck die Idee dafür aufgekommen, eine Hütte oder einen Bauwagen auf unserem Lagerplatz zu bauen. Durch den Antragskrieg mit dem Bauamt am Anfang und dann der Pandemie hat sich das ganze doch etwas gezogen.

Zuerst als kleine Hütte gedacht, dann als Bauwagen geplant, jetzt es offiziell eine Wetterschutzhütte. Da sie im Stil eines Bauwagens geblieben ist, wird sie aber weiter von uns so genannt.