Das war es auch schon, das Pfingstlager 2017!

Vom 02. - 05.06.2017 hat das jährliche Landeslager, dieses Jahr in Stevninghus, Dänemark, stattgefunden. Zum Thema „Unter schwarzen Segeln“, welches die Piraterie in der Karibik zu Beginn des 18. Jahrhunderts thematisiert

Während des Kirchentages haben wir das erste Mal vom Büchlein „Auf die Plätze gegen Hetze“ gehört. Sofort haben wir uns eines besorgt und haben Vorleserunden gestartet. Wir fanden die Idee dieses Hefts sehr schön und gut beschrieben - eine tolle Möglichkeit das Thema in den Gruppenstunden zu Hause im Stamm einzubauen.

Und so kam uns eine Idee: Bei unserer Lebensmittelrettung für die Oase zur weiteren Verwendung haben wir Unmengen an Obst und Gemüse bekommen. Warum also nicht einen Obstsalat herstellen und mit Kartoffeln verfeinern, so wie die Kartoffel es für den Obstsalat im Buch angibt. Erst waren wir sehr skeptisch, ob das überhaupt schmeckt.

Wir zogen also mit einem Topf voll Obstsalat auf dem Messegelände in Berlin umher und jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder, der uns über den Weg lief, musste unseren Salat probieren. Die Gesichter waren ebenfalls alle sehr skeptisch. „Obstsalat mit Kartoffeln? Schmeckt das? Das hab ich ja noch nie gegessen.“ Dabei haben wir ihnen von der neuen Broschüre berichtet. Alle waren sofort begeistert und der Salat hat jedem sofort geschmeckt. Viele sagten sogar, dass sie das zu Hause einmal nach kochen möchten.

 

Für uns war der Obstsalat mit den Kartoffeln genau das, was in der Gesellschaft häufig bei Hetzaktionen läuft. Es kommt etwas Neues auf einen zu, etwas Unbekanntes. Die erste Reaktion, die darauf folgt, war Ablehnung, aus der sich irgendwann ein schlechtes Bild bildet und die Hetze beginnt. Zum Glück waren die Pfadfinderinnen und Pfadfinder anders eingestellt. Sie probierten den Salat zu erst, um dann eine Entscheidung zu treffen. Und ihre Entscheidung war genau richtig, denn der Salat hat geschmeckt.


Das Büchlein für die Gruppenstunden könnt ihr übrigens auf der VCP Seite kostenlos bestellen oder downloaden

Leider ist es uns nicht gelungen vom Samstag und Sonntag einen Bericht einzustellen, da sehr viel los war. Und das bedeutet Gutes!

Am Samstag konnten wir noch wahnsinnig viele Lebensmittel retten und verkochen. Die Menschen war teilweise zum dritten Mal bei uns, um ihr Mittagessen abzuholen. Viele aber auch zum ersten Mal und waren sofort begeistert. Die Schlangen und Gesichter bei 30 Grad in der Sonne wurden immer länger, doch mit Verlassen der Oasenjurte hatten alle Menschen ein Lächeln im Gesicht. An diesem besonders heißen Tag konnten wir aus unseren Kräutern selbstgemachten Eistee verkaufen, bei dem das Rezept bis heute ein Geheimnis bleibt, weil am Ende keiner mehr wusste, woraus die Kräutermischung bestand. Nach der Mittagszeit wurde es wieder ein wenig ruhiger und jeder gönnte sich eine kleine Pause im Schatten, um sich auf das Abendgeschäft vorzubereiten. Auch hier standen die Menschen nur für unser Essen Schlange.

Sobald es dunkel wurde, mussten wir auch schon mit dem Abbau beginnen. Unsere Ausstellung über Lebensmittel wurde bereits an dem Abend abgeholt, um zum Konficamp nach Wittenberg zu fahren. Das Material, das wir uns von der Bundeszentrale geliehen haben, wurde am Sonntag um neun Uhr abgeholt, sodass wir wirklich alles Samstagnacht abbauen mussten. Dies hat wirklich gut funktioniert.

Sonntag sind die ersten mit dem Bus nach Hause gefahren. Der restliche Teil baute die Jurten in der Landesvertretung ab und packte das Material vom Messegelände in unsere Fahrzeuge. Am Montag war dann Abreise für alle.

Ein wenig ausgeruht von den aufregenden und arbeitsreichen Tagen können wir sagen: Es war super! Immer wieder gerne!

Ahoi ihr Landratten,

das Pfila 2017 steht vor der Tür und wir sind voller Vorfreude auf das diesjährige Spektakel in Stevning Hus.

Ab Freitag wird eigetaucht in die Welt der Karibikpiraterie zu Beginn des 18. Jahrhunderts, die Welt von Jack Rackham, Ann Bonny und Co.

Vieles steht auf dem Programm und es ist für jeden etwas dabei. Ob für den Musikus oder den Raufbolden, das Programm erfüllt vielerlei Geschmäcker.

Wie man unschwer erkennen kann, ist die ILL schon bereit, mit euch auf Kaperfahrt zu gehen. Daher liegt es nur noch an euch, euren Seesack zu schultern und anzuheuern. Denn wie jeder weiß man kann nur durch eine starke Mannschaft mit vollen Laderäumen zurückkehren.

Das Geschäft im Café zur weiteren Verwendung läuft sehr gut. Zur Mittagszeit gab es auch am Freitag wieder Schlangen aus der Jurte heraus. Die Besucher des Kirchentages sind begeistert von unserem Engagement und finden es sehr wichtig, dass sich der Umgang mit unseren Lebensmitteln verbessert. Wenn wir von unserem Projekt erzählen, bekommen wir sofort viele Rückfragen. Selbst unsere Kochkünste werden in den höchsten Tönen gelobt. Nur an der letzten Suppe fehlte ein wenig Salz. Unsere Speisekarte war heute sehr vielfältig: Bratkartoffeln, zwei Gemüsesuppen, Obst- und Gemüsesalat, Antipasti, Joghurt, Tee, Kaffee, Americaner, Armer Ritter und Schokoriegel. Viele Leute waren bereits den Vortag bei uns und  sind gerne noch ein zweites Mal vorbeigekommen. Zwischendurch bekamen wir Besuch von  Thomas de Maizère, der sich unser Projekt angesehen hat.

Ein Teil unserer Gruppe wurde mittags in die Landesvertretung Schleswig-Holstein eingeladen. Bei der Veranstaltung „Klar zur Wende“ bekamen wir die nächste Möglichkeit unser Projekt vorzustellen.

Die Helfer haben Besuchern erfolgreich den Weg gewiesen und bekamen viel Verständnis, wenn Wege und Durchgänge gesperrt werden mussten. Die Schichten waren ganz schön anstrengend, da sehr viele Menschen Fragen hatten oder eine Aktion suchten.

Die Besucher des Kirchentages haben am Donnerstag, den 25. Mai 2017 das Café zur weiteren Verwendung überrannt. Mit Bratkartoffeln, Armem Ritter und belegten Brötchen zu fairen Preisen waren wir der Hit zur Mittagspause. Lange Schlangen bildeten sich vor unserer Theke, sodass wir spontan eine zweite eröffnen mussten. Zur Nachmittagszeit konnten wir mit unserem Kaffee und den selbstgemachten Kräutertees begeistern. Am Ende haben wir 100 kg Bratkartoffeln verkauft. Wir sind froh, so viele Lebensmittel gerettet zu haben.

Neben unserem Verkauf konnten die Besucher unsere Ausstellung zum Thema Lebensmittelkonsum und –verschwendung besuchen. Viele der Besucher sind sehr überrascht gewesen, wie viele Lebensmittel weggeschmissen werden und das sie in ihrem Lebensstil doch eine ganze Menge ändern könnten.

Ein Highlight ist unsere Fahrt zum Abwaschen. Mit Geschirr beladen geht es auf zwei Lastenfahrrädern etwa einen Kilometer um das Messegelände herum. Mit den Fahrrädern geht es über einen Fahrstuhl auf die richtigen Ebenen zu einer Großküche. Dabei mussten wir mit vielen großen Messern an den bewaffneten Polizisten vorbei, die sich über unseren Abwasch nur amüsierten.

Viele der Pfadis sind am Vormittag zur Rede von Obama zum Brandenburger Tor gefahren und tauschten danach mit denen, die am Abend zum letzten Konzert der Wise Guys fuhren. Nachts sind einige losgezogen, um an großen Singerunden teilzunehmen.

Unser Resümee des Tages: Zwar war es anstrengend, aber es hat eine Menge Spaß gemacht!

Am Mittwoch des Kirchentages ging der Aufbau in die heiße Phase: Die Jurten wurden besser abgespannt und eingerichtet. In der Küche haben wir Boden verlegt und einen Wasseranschluss bekommen - Luxus pur. Das Wetter war leider nicht wie erwartet. Bei 13 Grad ohne Sonne kann man ordentlich frieren. "Ich habe aber nur eine lange Hose mit!", war ein weit verbreiteter Satz.

Der Lebensmitteltrupp fuhr den ganzen Tag in Berlin und Brandenburg umher, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu bewahren. Durch ihren Einsatz hat das Café vielfältige Produkte zur weiteren Verarbeitung bekommen. Kuchen können wir jetzt schon nicht mehr sehen.

Am Abend wurde der Kirchentag mit dem Auftaktgottesdienst eröffnet und die Besucher und Pfadfinderinnen und Pfadfinder konnten auf dem Abend der Begegnung Spannendes entdecken. 

Wir freuen uns schon auf den Start unseres Cafés auf dem Messegelände in Berlin.

Am Dienstag, den 23.05. machten wir uns mit insgesamt 50 Helfern und Mitwirkenden auf den Weg zum Kirchentag nach Berlin. Der Hamburger Bus hatte kurz vor der Landeshauptstadt auf der Autobahn einen Getriebeschaden, sodass nur noch ein langsames Reisen möglich war. Doch Busfahrer und Bus kämpften und brachten uns mit nur vier Minuten Verspätung ans Ziel. Das Material wurde von einem kleinen Vortrupp schon am Morgen zum Messegelände, unserem Einsatzort, gefahren. Vom ZOB aus ging es für uns dann genau dort hin, um alles wetterfest zu lagern, denn es zog eine Regen- und Gewitterfront auf uns zu. Im strömenden Regen haben wir uns auf den Weg zur Helferverpflegung für unser Abendbrot gemacht. Das Messegelände wirkt vor allem im Dunkeln wie ein Labyrinth mit vielen Hallen und Ebenen, sodass wir uns mehrfach verlaufen haben, aber eine Pfadfindernase findet immer zum Essen. Gestärkt haben wir uns auf den Weg zur Landesvertretung Schleswig-Holstein gemacht. Dort sind wir im Garten untergekommen. Der Anblick des Platzes im Dunkeln war durchaus schön, da wir Sicht auf das Brandenburger Tor und das Reichstagsgebäude haben. Bevor wir jedoch schlafen konnten, mussten wir noch unsere Zelte aufbauen. Zu guter Letzt gab es noch eine Führung durch die Landesvertretung, denn hier gibt es viele Sicherheitsvorkehrungen, die natürlich auch gelten, wenn jemand nachts auf die Toilette muss.
Am nächsten Morgen gab es pünktlich um sieben Uhr Frühstück. Danach ging es für die Helfer zur Helferbegrüßung, während die Mitwirkenden die Zelte unseres Nachhaltigkeitscafés aufbauten.